Transformationen auf dem Weg in eine Post-COVID Welt - Stärkung der Wissenschaftssysteme

Do, 28.01.2021 IIASA

IIASAIcon Politik & Gesellschaft Trotz vergangener Warnungen vor einer Infektionskrankheit, die in eine "globale Katastrophe" münden könnte, ist die Welt von COVID-19 überrascht worden. Bereits In der Anfangsphase der Pandemie haben das Internationale Institut für Angewandte Systemanalyse (IIASA) und der Internationale Wissenschaftsrat (ISC) eine IIASA-ISC-Consultative Science Platform geschaffen. Das Ziel war aus den Lehren der Pandemie Empfehlungen für strukturelle Transformationen abzuleiten, welche eine nachhaltigere und widerstandsfähigere Zukunft ermöglichen sollten. Eines der vier Themen der Plattform war die Stärkung der Wissenschaftssysteme, um damit eine effektivere Reaktion auf künftige globale Krisen zu gewährleisten. Der Report "Strengthening Science Systems" ist eben erschienen; der folgende Text enthält die übersetzte Zusammenfassung.*

Das Internationale Institut für Angewandte Systemanalyse (IIASA) und der Internationale Wissenschaftsrat (ISC) haben auf ihrer Plattform IIASA-ISC Consultative Science Platform “Bouncing Forward Sustainably: Pathways to a post-COVID world”  wichtige Interessensvertreter aus den Bereichen Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft zusammengebracht, um über systemische Ansätze zu vier Schlüsselthemen zu beraten, die eine langfristige Nachhaltigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen globale Krisen gewährleisten sollen. Diese vier Themen betreffen i) eine verbesserte Governance der Nachhaltigkeit, ii) eine Stärkung der Wissenschaftssysteme, iii) neue Lösungen des Energieproblems und iv)Resiliente Ernährungssysteme.  Die Schirmherrschaft über diese Initiative hat der ehemalige UNO-Generalsekretär Ban-Ki-moon übernommen.

Die Empfehlungen der Plattform liegen nun in Form von Berichten vor (siehe Links) und wurden in einer virtuellen Veranstaltung (25. - 26. Jänner 2021) vorgestellt.

Der folgende Text ist die Zusammenfassung des Reports zur "Stärkung der Wissenschaftssysteme" (Abbildung 1).

Abbildung 1. Der Report: Strengthening Science Systems. Transformations within reach:Pathways to a sustainable and resilient world. (Jänner 2021).

Die Wissenschaft hat in der andauernden COVID-19-Krise eine zentrale Stellung eingenommen. Die Wissenschaft war gefordert, Lösungen auf einer sehr breiten Front anzubieten - nicht nur für die unmittelbaren gesundheitlichen Bedrohungen, sondern auch für die vielen sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen, die sich aus der Pandemie ergeben. Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen haben schnell reagiert, indem sie ihre Forschung auf diese neuen Probleme umorientierten, und die COVID-19-Krise hat Zusammenarbeit und Kooperation zwischen Wissenschaftlern deutlich beschleunigt. Digitale Kommunikation wird weltweit in großem Maßstab angewandt, obwohl viele der Vorteile verloren gehen, die physische Besprechungen bieten, wie z. B. ein face-to-face Netzwerken oder spontane Unterhaltungen.

Die COVID-19-Krise hat das Funktionieren des Wissenschaftssystems beeinträchtigt...

Die Anpassung der Lehre in einem virtuellen Format hat zusätzlichen Druck auf Forscher an Universitäten ausgeübt und die für die Forschung zur Verfügung stehende Zeit reduziert. Arbeiten in Labors, Feldversuche und Expeditionen mussten verschoben oder abgesagt werden. Die Schließung von Kinderbetreuungseinrichtungen und anderen Dienste stellte zusätzliche Anforderungen an die Wissenschaftler. Indem sie ihre Familien unterstützten und betreuten, wurde die Zeit und Energie, die sie für die Forschung aufwenden konnten, weiter reduziert. COVID-19 hat offensichtlich auch bestehende Ungleichheiten in der Wissenschaft verschärft. Wissenschaftlerinnen und insbesondere solche mit kleinen Kindern haben eine erhebliche Reduktion der Zeit verzeichnet, in der sie sich der Forschung widmen konnten.

COVID-19 hat gezeigt, dass die Reaktion von Wissenschaftlern auf eine neue Krise durch Überlegungen hinsichtlich der Sicherheit ihres Arbeitsplatzes und ihres beruflichen Aufstiegs Grenzen erfährt. Dies ist besonders wichtig für Nachwuchswissenschaftler, deren zukünftige Beschäftigung entscheidend davon abhängt, dass ihre Arbeiten in Fachzeitschriften veröffentlicht werden. Es gibt kein System zur Anerkennung und Belohnung von Beiträgen zur Bewältigung einer dringlichen Krise wie COVID-19, und dies hindert Wissenschaftler erheblich daran, solche Forschungen durchzuführen. Finanzierungsanreize sind auch erforderlich, um Wissenschaftler zu ermutigen, ihre Forschung neu auszurichten, sich auf krisenbezogene Themen zu konzentrieren. Die Fördereinrichtungen haben allerdings nur begrenzte Möglichkeiten, neue Prioritäten festzulegen und die Finanzierung rasch an diese umzuleiten.

…einige Schwächen darin aufgezeigt und Trends beschleunigt

COVID-19 hat einige der Schwächen des Wissenschaftssystems aufgezeigt und eine Reihe von Trends beschleunigt. Die Verbreitung von Preprints als eine schnellere Möglichkeit, Wissen auf völlig offene Weise zu verbreiten, hat die Grenzen des Systems der Veröffentlichung in Fachzeitschriften und der Begutachtung durch Fachkollegen in ihren derzeitigen Formen deutlich gemacht. Es gab jedoch weit verbreitete Bedenken hinsichtlich der Qualität von Informationen, die ohne Peer Review öffentlich zugänglich gemacht wurden. In den frühen Phasen einer Krise sind Daten und Expertenwissen zu den Grundlagen des Phänomens natürlich sehr limitiert. Es ist daher entscheidend, vorhandenes Wissen effektiv nutzen zu können.

Das Wissenschaftssystem und die Forschungsplanung und Bewertung widmen derzeit wenig Aufmerksamkeit der Wichtigkeit, welche das Generieren von für zukünftige Krisen anwendbares Wissen haben kann.

Der Privatsektor bildet einen großen Teil des Forschungsökosystems. Auch wenn in vielen Bereichen eine effektive Zusammenarbeit zwischen öffentlich finanzierter Wissenschaft und privatwirtschaftlicher Wissenschaft besteht, ist viel mehr Zusammenarbeit erforderlich.

Diskussionen über Vertrauen in die Wissenschaft

Bereits seit langem gibt es Diskussionen über Vertrauen in die Wissenschaft und dessen mögliche Unterminierung. Mit dem Aufkommen von COVID-19 wurden diese Diskussionen beträchtlich intensivier. COVID-19 sieht sich einer erhöhten Flut falscher Nachrichten - fake news - gegenüber. Die Öffentlichkeit ist einem Tsunami an Fehlinformationen und Pseudowissenschaften ausgesetzt, die das Vertrauen in die Wissenschaft untergraben. Eine wichtige Lehre aus COVID-19 ist, dass eine Maßnahme mehr oder weniger effektiv gesetzt werden kann, je nachdem, wie viel Vertrauen die Öffentlichkeit in die Wissenschaft und in die Regierung hat.

COVID-19 hat die Wissenschaft ins Rampenlicht der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt und dabei das mangelnde Verständnis der Öffentlichkeit dafür aufgezeigt, wie Wissenschaft funktioniert und was Wissenschaft kann und was nicht. Viele Wissenschaftler betrachten die Wissenschaftskommunikation nicht als Teil ihrer Arbeit. Darüber hinaus legt das Leistungsbewertungssystem für Wissenschaftler sehr wenig Wert auf die Kommunikation wissenschaftlicher Erkenntnisse und Ergebnisse.

Die COVID-19-Pandemie hat es uns deutlich gezeigt: Krisen sind nicht zweidimensional. Zweifellos ist COVID-19 weitaus mehr als bloß ein medizinisches Problem; es gibt vielfache Auswirkungen auf Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Maßnahmen zur Bekämpfung von COVID-19 sollten daher mehrere wissenschaftliche Disziplinen einbeziehen. Berater-Gremien und Task Forces, die in das Design öffentlicher Maßnahmen für den Umgang mit COVID-19 involviert sind, setzen jedoch häufig nur ein begrenztes Spektrum an Fachwissen ein. Einem systembasierten Ansatz zur Bewältigung einer komplexen Krise wie COVID-19 wurde nicht ausreichend Priorität eingeräumt.

COVID-19 hat gezeigt, wie schwierig es für schlechtausgestattete und geringgeförderte Institutionen in Forschung und Beratung ist, auf plötzliche Bedrohungen flexibel zu reagieren. Für eine rasche und qualitativ erstklassige Reaktion sind starke und robuste Institutionen eine wesentliche Voraussetzung Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Institutionen, die strategische Forschung betreiben und wissenschaftlich fundierte Maßnahmen zu globalen Risiken anbieten, angemessene, verlässliche und fortlaufende öffentliche Mittel erhalten.

COVID-19 hat die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit klar aufgezeigt. Manche Länder mit wissenschaftlich sehr limitierten Kapazitäten konnten auf Erfahrungen anderer Länder und internationaler Organisationen zurückgreifen, um wirksame und zeitnahe politische Maßnahmen gegen COVID-19 zu entwickeln. In einigen Ländern gab es allerdings einen Gegentrend in Richtung "Nationalisierung der Wissenschaftssysteme".

Erforderliche Verbesserungen in drei Richtungen…

Die Analyse der COVID-19-Krise zeigt, dass Verbesserungen in drei Achsenrichtungen erforderlich sind, damit das Wissenschaftssystem effizienter auf zukünftige globale exogene Bedrohungen reagieren kann:

  • Erhöhte Agilität. Erstens muss die Fähigkeit des Wissenschaftssystems, schnell auf neu auftretende und sich schnell entwickelnde Probleme - ob auf nationaler oder internationaler Ebene - zu reagieren, erheblich verbessert werden.
  • Höhere Zuverlässigkeit. Das Wissenschaftssystem muss die Qualität seines Outputs weiter verbessern.
  • Höhere Relevanz. Das Wissenschaftssystem muss effektiver mit Politik und Öffentlichkeit verknüpft werden. Das Ziel ist es sicherzustellen, dass das Wissenschaftssystem auf allen drei Achsen gleichzeitig Fortschritte erzielt und eine neue Marke der Agilität, Zuverlässigkeit und Relevanz für die Gesellschaft erreicht.

…und Empfehlungen zu Transformationen im Wissenschaftssystem

Die gleichzeitige Verbesserung entlang aller drei Achsen bringt notwendigerweise viele Änderungen am bestehenden Wissenschaftssystem mit sich. Dementsprechend haben wir hier 38 Empfehlungen vorgelegt, die unter fünf miteinander verbundenen wesentlichen transformativen Änderungen wie folgt zusammengefasst sind (Abbildung 2):

Abbildung 2. Transformative Änderungen zur Stärkung der Wissenschaft, um effizienter auf zukünftige globale exogene Bedrohungen reagieren zu können

1. Stärkung der transdisziplinären Forschung und Vernetzung in Bezug auf kritische Risiken und Systemstabilität

Es sollte eine umfassendere Definition von globaler und nationaler Sicherheit zugrunde gelegt werden, die Naturkatastrophen und anthropogene Katastrophen als relevante Bedrohungen einschließt. Nationale und internationale Kapazitäten zu transdisziplinärer Erforschung kritischer Risiken und Systemstabilität (insbesondere wo diese sehr begrenzt ist), sollten verbessert werden. Um den Kapazitätsmangel auszugleichen, sollten Netzwerke und Mechanismen weiterentwickelt werden, über die Wissenschaftler Wissen aus anderen Ländern oder auf internationaler Ebene angesammeltes Wissen nutzen können. Um den wissenschaftlichen Fortschritt zu beschleunigen, sollten internationale Forschernetzwerke mit ergänzendem Fachwissen in wichtigen Risikobereichen gestärkt werden.

2. Gesteigerte Kapazität der Wissenschaft, um auf Krisen schnell mit Qualitätsforschung zu reagieren

Institutionen, die Risikoforschung betreiben, müssen entwickelt und aufrechterhalten werden. Die Möglichkeiten eines Systems von "Notfall"-Experten-Teams sollte geprüft werden, die als Reaktion auf eine Krise aktiviert werden können. Um die Forschung zu nicht vorhergesehenen und dringenden Herausforderungen zu finanzieren, muss ein System von leicht zugänglichen Förderungen eingerichtet werden. Das Bewertungssystem muss angepasst werden, um den Beitrag der Wissenschaftler zur Bewältigung von Krisen anzuerkennen. Besonderes Augenmerk sollte auf Anreize für junge Forscher gelegt werden. Die Entwicklung leicht wiederverwendbarer Forschungsmodelle und -daten sollte priorisiert und die Verwendung von Universal-Modellen erweitert werden. Es sollten neue Mechanismen zur Verbesserung der internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit entwickelt werden, um rasch auf Krisen reagieren zu können. Es ist wichtig, in Krisenzeiten Standards guter wissenschaftlicher Praxis zu fördern und die Institutionen, die einen wissenschaftlichen Verhaltenskodex durchsetzen, erheblich zu stärken. Möglichkeiten zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft des öffentlichen und des privaten Sektors sollten untersucht werden. Der Privatsektor muss Anreize erhalten, Technologieplattformen zur Verfügung zu stellen und Daten und Wissen auszutauschen.

3. Verbesserung der Wissensverbreitung innerhalb des Wissenschaftssystems

Eine Reihe von Verbesserungen des Review-Systems von Publikationen sollten umgesetzt werden. Dazu gehören i) ein System zum schnellen Peer-Review von Preprints nach der Veröffentlichung; ii) eine Reihe von materiellen und immateriellen Anreizen für die Erstellung von Reviews; iii) die Möglichkeit einer offenen Kommunikation zwischen Autoren und Reviewern; iv) die Anpassung verschiedener Forschungskulturen und starke Peer-Review-Systeme für Daten. Zur Durchführung von Reviews sollten Schulungen für Wissenschaftler gefördert werden, insbesondere für Reviews in der interdisziplinären Forschung. Die Forscher sollten auch dazu angeregt werden, wissenschaftliche Übersichten und Artikel aus ihrer Perspektive zu erstellen, die vorhandenes, für eine Krise und ihre Auswirkungen relevantes Wissen zusammenfassen. Um den Zugang zu bestehender Forschung und die Navigation dort zu erleichtern, sollten Forscher Anreize erhalten, um Daten, Modelle und Computercodes offen und leicht zugänglich zu machen. Allgemeine Standards für Daten sowie die Verwendung von Open-Source-Software sollten gefördert werden. Man sollte ein System prüfen, wo Wissenschaftler die Zwischenprodukte der Forschung (Forschungsprotokolle, negative Ergebnisse usw.) zur Verfügung stellen. Ablagen für Daten und vorhandene Forschung sowie Plattformen, auf denen Forschung zu einem bestimmten Thema zusammengefasst wird, sollten entwickelt und verwendet werden. Die Effektivität von Algorithmen zur automatischen Synthese von Wissen und zu deren Kontrolle sollte untersucht werden.

4. Verbesserte Kommunikation wissenschaftlicher Erkenntnisse, gesteigertes Verständnis der Öffentlichkeit und erhöhtes Vertrauen in die Wissenschaft

Um der Öffentlichkeit verlässliche Informationen zu liefern, sollten leicht zugängliche Quellen der wissenschaftlichen Ergebnisse und Informationen geschaffen werden. Wissenschaftler sollten in der Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse geschult und motiviert werden und aktiver gegen Wissenschaftsleugner und Falschinformation eintreten. Die Kapazität und Integrität des Wissenschaftsjournalismus und der Wissenschaftsmedien sollten verbessert werden. Automatische Systeme zur Überprüfung wissenschaftlicher Fakten sollten entwickelt werden und weite Verbreitung finden. Aktives Engagement zwischen Wissenschaft und Bürgern sollte in geeigneten Forschungsphasen erleichtert werden, um die Relevanz und Legitimität der wissenschaftlichen Forschung zu verbessern. Die wissenschaftlichen Kenntnisse der Bürger sollte verbessert werden.

5. Verbesserung von Qualität und Effizienz an der Schnittstelle von Wissenschaft und Politik auf nationaler, regionaler und globaler Ebene

Es sollten robuste nationale und multinationale Institutionen entwickelt werden, die sich mit wissenschaftspolitischer Beratung befassen, ebenso wie eine wirksame Vernetzung zwischen diesen Institutionen. Die sozialen Auswirkungen der verschiedenen politischen Optionen müssen vor der Umsetzung bewertet werden, zusammen mit den wahrscheinlichen Reaktionen auf diese Optionen in verschiedenen Gemeinschaften und Interessengruppen. Die politischen Entscheidungsträger sollten die Möglichkeit haben, mit einer breiteren akademischen Gemeinschaft in Kontakt zu treten, um Fragen zu stellen und verschiedene Ratschläge zu integrieren. Wissenschaftliche Beratung sollte eine Vielzahl wissenschaftlicher Disziplinen einbeziehen. Ein systemischer Ansatz für die Politikberatung sollte gewählt werden. Die Regierungen sollten das gesamte Spektrum der angebotenen wissenschaftlichen Beratung berücksichtigen und die Gründe für die getroffenen Entscheidungen transparent machen.


*Der Blogartikel ist die von der Redaktion übersetzte und für den Blog gerinfügig adaptierte Executive Summary aus dem Report: E. Rovenskaya et al,: Strengthening Science Systems. Transformations within reach: Pathways to a sustainable and resilient world. Jänner 2021. https://council.science/wp-content/uploads/2020/06/IIASA-ISC-Reports-Science-Systems.pdf. Der Report steht unter einer cc-by Lizenz. IIASA ist freundlicherweise mit Übersetzung und Veröffentlichung seiner Nachrichten in unserem Blog einverstanden.


Links zu den Reports der IIASA-ISC-Consultative Science Platform

Srivastava, L., Echeverri, L. G., Schlegel, F., et al. (2021). Transformations within reach-Pathways to a sustainable and resilient world: Synthesis Report. IIASA Report. IIASA-ISC [pure.iiasa.ac.at/16818]

Mechler, R., Stevance, A.-S., Deubelli, T., Scolobig, A., Linnerooth-Bayer, J., Handmer, J., Irshaid, J., McBean, G., et al. (2021). Transformations within reach-Pathways to a sustainable and resilient world: Enhancing Governance for Sustainability. IIASA Report. IIASA-ISC [pure.iiasa.ac.at/16819]

Rovenskaya, E., Kaplan, D., & Sizov, S. (2021). Transformations within reach-Pathways to a sustainable and resilient world: Strengthening Science Systems. IIASA Report. IIASA-ISC [pure.iiasa.ac.at/16821]

Sperling, F., Havlik, P., Denis, M., Valin, H., Palazzo, A., Gaupp, F., & Visconti, P. (2020). Transformations within reach-Pathways to a sustainable and resilient world: Resilient Food Systems. IIASA Report. IIASA-ISC [pure.iiasa.ac.at/16822]

Zakeri, B., Paulavets, K., Barreto-Gomez, L., Gomez Echeverri, L., Pachauri, S., Rogelj, J., Creutzig, F., Urge-Vorsatz, D., et al. (2021). Transformations within reach-Pathways to a sustainable and resilient world: Rethinking energy solutions: Energy demand and decentralized solutions. IIASA Report. IIASA-ISC [pure.iiasa.ac.at/16820]

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