Was Musik über das menschliche Gehirn verrät

Fr, 24.07.2026— Redaktion

Redaktion

Icon Gehirn

Musik als Zuhörer, Ausführender oder Komponist zu erleben, ist ein aktiver Prozess, der die Wahrnehmungs- und kognitiven Fähigkeiten einbezieht und der Erfahrung Erinnerungen, Freude und Emotionen verleiht. Im Rahmen des von der EU-finanzierten Projekts NEUME (Cordis) zeigt ein Forscherteam, dass Musik eines der klarsten Fenster in das Gehirn bietet; es zeigt, wie dieses lernt, Vorhersagen trifft und sich anpasst. Die Ergebnisse könnten weit über den Bereich der Musik hinaus Anwendung in Bildung, Medizin und Gehirn-Computer-Technologien finden.*

Alles Leben ist Chemie - von der Selbstorganisation chemischer Bausteine zu Vorstufen des Lebens und deren Evolution zu komplexen Lebensformen. In memoriam Peter Schuster (1941 - 2026)

Di, 14.07.2026— Inge Schuster

Inge Schuster

Icon wissenschaftsgeschichte

Vor einem Monat ist Peter Schuster gestorben. Er zählt zu den international bedeutendsten Vertretern der theoretischen Chemie und hat über Fächergrenzen hinweg eine Brücke zwischen Chemie, Physik und Mathematik gebaut. Auf ihn gehen grundlegende Arbeiten zu Struktur und Dynamik von RNA, zur Evolution auf molekularer Ebene in einer RNA-Welt und zur mathematischen Beschreibung komplexer Systeme zurück. National und international für seine Forschungen hochdekoriert war Peter Schuster auch als Wissenschaftsorganisator äußerst erfolgreich. Ich habe 66 Jahre - eine ungewöhnlich lange, überaus glückliche und völlig harmonische Zeit - an seiner Seite verbracht; verständlicherweise ist mein Nachruf auf ihn persönlich gefärbt.

Wer folgt eher unethischen Anweisungen: Menschen oder Maschinen?

Di, 18.06.2026— Zoe Rahwan

Zoe Rahwan

Icon Künstliche Intelligenz

KI-Assistenten prägen unseren Alltag – von Einkäufen bis zur Steuererklärung. Ein Forschungsteam des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung untersuchte in 13 Experimenten mit über 8.000 Teilnehmenden den Einfluss von KI auf Ehrlichkeit. Das Ergebnis: Menschen handeln unehrlicher, wenn sie Aufgaben an KI delegieren, und KI befolgt unethische Anweisungen häufiger als Menschen. Schutzmechanismen greifen nur begrenzt. Viele Teilnehmende wollten die Aufgaben danach wieder selbst übernehmen. Die Stärkung moralischer Selbstständigkeit könnte helfen, dass KI verantwortungsvoll genutzt wird.*

Das chemische Vermächtnis von Louis Pasteur

Fr, 12.06.2026— Joe Schwarcz

Ioe Schwarcz

Icon Chemie

Üblicherweise assoziiert man den Namen von Louis Pasteur mit der Keimtheorie, die besagt, dass Infektionskrankheiten durch Mikroorganismen verursacht werden. Pasteur war allerdings Chemiker und hat einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis der Struktur von Molekülen geleistet. Der Chemiker Joe Schwarcz, Direktor des Office for Science and Society an der McGill University (Montreal) erzählt hier über Pasteurs bahnbrechende Entdeckung der Asymmetrie von organischen Molekülen - d.i. chemisch "identische" Moleküle können in spiegelbildlicher "linkshändiger" und "rechtshändiger"Form existieren -, die als Geburtsstunde der modernen organischen Chemie gelten kann.*

inge Fri, 12.06.2026 - 11:58

Wie Neutrophile Granulozyten Erreger abfangen und töten

Do, 04.06.2026 — Arturo Zychlinsky

Arturo ZychlinskyIcon Medizin Um Erreger zu beseitigen, kennt unser Immunsystem viele Wege. Einen besonderen Mechanismus erforscht das Team um Arturo Zychlinsky (Direktor am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie, Berlin) seit zwanzig Jahren: Die Neutrophil Extracellular Traps. Immunzellen werfen dabei ihre DNA wie ein Netz gegen Erreger aus. Die Forscher haben jetzt das Protein hinter diesem Mechanismus entdeckt. Die Myeloperoxidase löst zum einen die Verpackungseinheiten der DNA auf, damit sie ausgeworfen werden kann. Zum anderen bindet Myeloperoxidase an die so hergestellten DNA-Netze und produziert Säure, um eingefangene Erreger unschädlich zu machen.*

Pflanzenbasierte Nahrung - eine erste umfassende Studie zu deren Kontamination mit Mykotoxinen

Fr, 29.05.2026 — Redaktion

Redaktion

Icon Nahrung

Von Schimmelpilzen produzierte Mykotoxine kommen überall in der Biosphäre vor und ein Kontakt mit diesen Giftstoffen ist kaum vermeidbar. Eine neue Studie hat erstmals ein breites Spektrum von 212 in England hergestellten pflanzenbasierten Produkten – Fleischersatzprodukten und pflanzlichen Drinks - auf deren Gehalt an 19 der häufigsten Mykotoxine untersucht. Es waren alle Proben mit Mykotoxinen kontaminiert. Wenn auch die einzelnen Mykotoxin-Werte unter den von der EU definierten Grenzwerten lagen, so fand sich in den meisten Proben ein Cocktail aus mehreren Toxinen, dessen additive/synergistische Auswirkungen auf unsere Gesundheit nicht bekannt ist.

Über den ›Konsens‹ – eine Einordnung

So, 24.05.2026 — Matthias Wolf

Matthias Wolf

Icon Politik & Gesellschaft

Immer wieder wird ›Konsens‹ in den Naturwissenschaften als fortschrittverhindernd hingestellt: Außenseitermeinungen würden marginalisiert und letztendlich unterdrückt, obwohl sie in der Vergangenheit schon oft richtig lagen. Aber stimmt das denn so überhaupt? Eine Würdigung im Licht aktueller wissenschaftsskeptischer Diskurse (am Beispiel der Klimadiskussion).

CO₂-Sequestrierung: Pflanzen von Bäumen kann der Umwelt schaden – oder sie schützen

Fr, 15.05.2026 — IIASA

IIASA Logo

Icon Klima

Szenarien, die mit den globalen Klimazielen im Einklang stehen, sehen in der Regel den Abbau von Milliarden Tonnen Kohlendioxid durch flächenintensive Methoden wie Aufforstung und Bioenergie mit Kohlenstoffabscheidung und -speicherung vor. Ein derart groß angelegter Einsatz flächenintensiver Maßnahmen kann negative Folgen für die biologische Vielfalt haben. Gemeinsam mit Kollegen vom Potsdamer Institut für Klimawirkungsforschung haben IIASA Forscher die komplexen Abwägungen untersucht, die mit dem Pflanzen von Bäumen zur Entfernung von Kohlenstoff aus der Atmosphäre verbunden sind und zeigen dabei auf, wie solche Maßnahmen je nach Art und Ort ihrer Umsetzung Umweltziele unterstützen oder untergraben können.*

inge Fri, 15.05.2026 - 23:30

Superager-Forschung: Kann die Leistungsfähigkeit des Gedächtnisses gesteigert werden?

Fr 8. 5.2026— Christian Wolf

Christian Wolf

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Die Mikro- und Makro-Architektur unseres Gehirns gibt biologische Grenzen für die Leistungsfähigkeit von Gedächtnis, Aufmerksamkeit sowie Lernvermögen vor. Doch innerhalb dieser Grenzen gibt es eine große Variabilität, und durch spezifisches Training können individuelle kognitive Fähigkeiten verbessert werden. Der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Sonderforschungsbereich 1436 zielt darauf ab, überprüfbare Theorien zur Leistungsgrenze des menschlichen Gehirns zu entwickeln und Methoden zur Leistungssteigerung zu erforschen. Mehr als 40 Forscher in insgesamt 20 Einzelprojekten arbeiten derzeit daran zu verstehen, welche neurobiologischen Prinzipien die kognitiven Ressourcen begrenzen und wie diese Ressourcen voll erschlossen oder gar gesteigert werden können.*

Der CUSP-Cluster: eine EU-Initiative um die Auswirkungen von Mikro- und Nanoplastiken auf den menschlichen Körper zu verstehen

Fr. 1.5.2026 — Redaktion

RedaktionMikroplastik

Von der Stadtluft bis zum Trinkwasser – es ist kaum möglich Mikro- und Nanoplastiken (MNPs) zu vermeiden und es bestehen erhebliche Wissenslücken, die eine zuverlässige Risikobewertung von MNPs für den Menschen erschweren. Finanziert von der Europäischen Kommission mit rund 30 Millionen Euro hat ein multidisziplinäres Team aus 21 Ländern und 75 Organisationen in fünf groß angelegten Forschungsprojekten (CUSP-Cluster) untersucht, wie diese winzigen Partikel auf unsere Körper wirken und welche langfristigen Auswirkungen sie auf die Gesundheit haben.*