Acetylcholin

Wie Träume und Froschherzen zur Entdeckung von Neurotransmittern führten

Fr, 24.04.2026— Joe Schwarcz

Ioe Schwarcz

Icon Medizin

1921 erwachte Otto Loewi aus einem Traum mit der Idee für ein Experiment, das bewies, dass Nerven Chemikalien zur Kommunikation nutzen und nicht nur Elektrizität. Indem er zeigte, dass die Stimulation des Herzens eines Frosches eine Substanz freisetzt, die ein anderes Froschherz verlangsamt, entdeckte er den ersten Neurotransmitter – Acetylcholin – und startete die moderne Neuropharmakologie. Sein Durchbruch veränderte die Medizin, auch wenn sein Leben später von den Nazis trotz seiner mit dem Nobelpreis ausgezeichneten Arbeit auf den Kopf gestellt wurde.*

Wirksame Spiele - wie kognitives Training die geistige Leistungsfähigkeit im Alter stärkt

So, 26.10.2025— Inge Schuster

Inge Schuster

Icon Gehirn

Mit Hilfe der nicht invasiven Positron-Emission-Spektroskopie liefert die INHANCE Studie erstmals den neurobiologischen Mechanismus für die Wirksamkeit eines als "Geschwindigkeitstraining" bezeichneten, Computer-gestützten Trainings bei alten Menschen: Ein solches kognitives Training kurbelt die Produktion des Neurotransmitters Acetylcholin in Gehirnregionen an, die eine essentielle Rolle in Aufmerksamkeit, Lernen. Gedächtnis und Problemlösung spielen und die positiven Effekte bleiben auch nach Ende des Trainings noch längere Zeit erhalten. Um effizient zu sein, muss das Training allerdings mehrere kognitive Bereiche wie Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Verarbeitungsgeschwindigkeit der Informationen gleichzeitig ansprechen. Es ist dies eine vielversprchende, praktisch risikofreie Strategie, die die geistige Leistungsfähigkeit bis ins hohe Alter erhalten/verbessern kann, dabei kaum Kosten verursacht und dazu beiträgt die mechanistischen Veränderungen der alternden Gehirnfunktionen zu verstehen. 

inge Sun, 26.10.2025 - 22:34
Nowitschok - Nervengift aus der Sicht eines Chemikers

Do, 03.05.2018 - 22:06 — Inge Schuster

Inge SchusterIcon ChemieZwei Monate nach dem Anschlagmit einem Nervengift im englischen Salisbury ist es um die ganze Affäre relativ ruhig geworden. Nach Analysen durch zwei unabhängige Institutionen soll es sich um eine Verbindung aus der Gruppe der sogenannten Nowitschok-Substanzen handeln, die ursprünglich als Kampfstoffe in der UdSSR entwickelt worden waren. Nähere Details zu diesem Gift und zur offensichtlich erfolgreichen Behandlung der Opfer wurden nicht bekannt. Im Folgenden soll ein kurzer Überblick über derartige Verbindungen und deren Wirkmechanismus gegeben werden.

inge Thu, 03.05.2018 - 22:06