Hirnhaut

Mikrochirurgisch verbesserte Lymphdrainage aus dem Gehirn – eine erfolgversprechende neue Strategie in der Alzheimer-Therapie?

Do, 03.09.2026— Inge Schuster

Inge Schuster

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Kürzlich hat die Zeitschrift Nature über ein in China entwickeltes mikrochirurgisches Verfahren berichtet, das den Lymphfluss aus dem Gehirn erhöhen und damit die Beseitigung von Abfallstoffen des Gehirn-Stoffwechsels – u.a. der neurotoxischen ß-amyloid– und Tau-Protein- Aggregate - erleichtern soll. Diese erstmals 2020 an einem schwer an Alzheimer erkrankten Patienten durchgeführte Operation erwies sich angeblich als höchst erfolgreich, hat in China einen Hype ausgelöst und in Folge landesweit zu Tausenden solcher weitgehend unkontrollierter Eingriffe geführt. Die chinesische Regierung verlangt nun, dass derartige Verfahren nur mehr im Rahmen von klinischen Studien durchgeführt werden dürfen. Auch in anderen Ländern – u.a. auch in den USA – laufen bereits streng kontrollierte Studien, um Wirksamkeit und Verträglichkeit dieses möglicherweise erfolgversprechenden neuen Verfahren zu prüfen.

Zur Drainage des Gehirngewebes über ein Netzwerk von Lymphgefäßen im Nasen-Rachenraum

Mo, 12.02.2024 — Inge Schuster

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Erst vor wenigen Jahren wurden zwei Drainagesysteme entdeckt, die Abfallprodukte des Stoffwechsels aus dem Gehirngewebe ausschleusen können: das glymphatische System und ein Lymphsystem in den Hirnhäuten. Koreanische Forscher um Gou Young Koh haben nun eine wesentliche Komponente des Drainagesystems hinzugefügt: ein verschlungenes Netzwerk von Lymphgefäßen im hinteren Teil der Nase (der nasopharyngeale lymphatische Plexus), das eine entscheidende Rolle auf dem bislang unbekannten Weg des Liquorabflusses aus dem Gehirn spielt. Die Stimulierung des Liquorabflusses und damit der darin gelösten toxischen Proteine könnte eine neue erfolgversprechende Strategie zur Behandlung von bislang nur unzulänglich therapierbaren neurodegenerativen Erkrankungen sein.

inge Mon, 12.02.2024 - 17:09
Ein neues Kapitel in der Hirnforschung: das menschliche Gehirn kann Abfallprodukte über ein Lymphsystem entsorgen

Do, 19.10.2017 - 11:54 — Redaktion

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Das Gehin besitzt keine Lymphbahnen - diese alte Lehrmeinung wurde nun eindeutig widerlegt. Neurophysiologen der US National Institutes of Health (NIH) haben Hirnscanstudien mittels Kernresonanztomografie (MRI) an lebenden Menschen durchgeführt und dabei Lymphgefäße in der Dura mater - der äußeren Hirnhhaut, die das ganze Hirn umhüllt,- entdeckt. Das Lymphsystem des Körpers erstreckt sich also bis in das Hirn, über dieses ist das Hirn mit dem Immunsystem verbunden, über dieses können Abfallprodukte des Gehirns entsorgt werden. Diese Entdeckung eröffnet neue Dimensionen in der Hirnforschung und kann das Verstehen vieler Erkrankungen des Gehirns, in denen das Immunsystem eine Rolle spielt - von Multipler Sklerose bis hin zu Alzheimer - und die Möglichkeiten zu deren Prävention und Behandlung revolutionieren.*

inge Thu, 19.10.2017 - 11:54