Niyazi Serdar Sariciftci

Niyazi Serdar Sariciftcio.Prof. Mag. DDr. h.c. Niyazi Serdar Sariciftci

Gründer und Leiter des Linzer Instituts für Organische Solarzellen LIOS und Vorstand des Instituts für Physikalische Chemie, Universität Linz

http://www.jku.at/ipc/content

Sariciftci (Jg 1961) wurde in Konja (Türkei) geboren, hat in Istanbul das österreichische St.Georgs Gymnasium besucht und daneben am Musikkonservatorium Piano studiert. Nach Wien kam er, um sein Musikstudium fortzusetzen, hat dann aber an der Universität Wien Physik studiert.

Wissenschaftlicher Werdegang

1980 – 1986 Physikstudium an der Universitär Wien; Masterarbeit: Structural phase transitions in the ferroelectric potassium – dihydrogenphosphat
1986 – 1989 Doktorarbeit an der Universität Wien: Spectroscopic investigations on the electrochemically induced metal to insulator transitions in polyaniline (Betreuer : H. Kuzmany und A. Neckel). Promotion zum PhD.
1989 – 1991 Postdoc am 2. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ; Projekt "Molecular Electronics" (DGG, SFB 329)
1992 – 1996 Senior research associate: Institute for Polymers & Organic Solids, University of California , Santa Barbara. Zusammen mit Alan J. HEEGER (Nobelpreis für Chemie, 2000): Entwicklung der Grundlagen für polymere, organischeSolarzellen
1992 Habilitation; Central Interuniversitary Commission (YÖK) in Ankara, Türkei.
1996 – Ordinarius und Vorstand des Instituts für Physikalische Chemie, Universität Linz
2000 – Gründungsdirektor und Vorstand des Linzer Instituts für Organische Solarzellen LIOS, das bereits zu den weltweit führenden Einrichtungen in diesem Gebiet zählt.

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

Ehrendoktorate der Abo Academy (Turku, Finland) und der Universität Bukarest

Nakamura Award of the University of California, Santa Barbara, USA (2012)
Wittgenstein-Preis (2012)
Kardinal-Innitzer-Preis (2010)
Humanitätsmedaille der Stadt Linz (2010)
Österreicher des Jahres (2008), Kategorie Forschung (ORF und Die Presse)
Turkish National Science Prize (2006)
ENERGY GLOBE Oberösterreich (2003)
Grünpreis (2001) gesponsert von den „Grünen Oberösterreich“

Mitgliedschaften: u.a. Fellow der International Society for Optics and Photonics (SPIE), Fellow der Royal Society of Chemistry, Korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

Forschungsschwerpunkte

Forschung und Entwicklung neuer Verfahren zur solaren Energieumwandlung (organische Solarzellen, hybride Zellen, neuartige photoaktive Schichten zum effektiveren Lichteinfang, Erhöhung der Flexibilität, Verringerung des Gewichts, Reduktion der Herstellungskosten von Solarzellen, biokompatible und bioabbaubare Elektronik, etc).
Verfahren zur Speicherung von regenerativem Strom (vor allem aus Sonnenenergie) unter gleichzeitiger CO2 - Bindung durch Elektro-Biotechnologie: künstliche Photosynthese, Kraftstoffproduktion und CO2-Recycling

Veröffentlichungen

Das bisherige Opus von Sariciftci umfasst rund 600 Publikationen in wissenschaftlichen Zeitschriften. Sariciftci ist einer der meist zitierten Wissenschaftler in seinem Gebiet. In einem weltweiten Ranking der besten Materialwissenschaftler wurde er 2010 vom Web of Science (ISI Thompson Reuter) 2010 als 14. gereiht. Seine Arbeiten sind dort bis jetzt (21. Mai 2015) insgesamt 37 000 mal zitiert worden (die meistzitierte Arbeit mit über 3100 Zitierungen stammt aus dem Jahr 2007: „Conjugated polymer-based organic solar cells".)


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