Hans Tuppy: Ein Leben für die Wissenschaft

Icon WissenschaftsgeschichtePeter PaleseWie kein Anderer hat der Biochemiker Hans Tuppy die Wissenschaftslandschaft Österreichs geprägt. Mit seinem Namen verbindet man den Spitzenforscher, Wissenschaftspolitiker, Begründer einer Schule herausragender Forscher und auch heute noch höchst engagierten Wissenschafter [1]. Seinen 90. Geburtstag hat das offizielle Österreich vergangene Woche in der Akademie der Wissenschaften gefeiert [2, 3]. Den Festvortrag hielt ein ehemaliger Schüler, der weltbekannte Virologe Peter Palese, Professor an der Icahn School of Medicine at Mount Sinai, New York (und ScienceBlog-Autor). Peter Palese hat uns den Vortrag zur Verfügung gestellt. Dieser erscheint in ungekürzter Form, mit einigen, wenigen Modifikationen (es wurden Untertitel und Bilder eingefügt).

Sehr geehrter Herr Professor Tuppy, sehr geehrte Frau Mag. Tuppy, sehr geehrte Festversammlung!

Es ist mir eine große Ehre und eine noch größere Freude, heute hier vor Ihnen zu stehen und anlässlich der Festveranstaltung zum 90. Geburtstag meines geschätzten Lehrers und Doktorvaters zu Ihnen zu sprechen.

Hans TuppyHans Tuppy wurde 1924 in eine Wiener Juristenfamilie geboren. Die Mutter stammte aus Prag und der Vater aus Brünn, also alle echte Wiener!

Die unbeschwerte und glückliche Kindheit Hans Tuppys währte leider nicht lange. Im Jahre 1934 war Hans Tuppys Vater Staatsanwalt im Prozess gegen die Dollfuss Mörder und einer der ersten, der nach der Machtergreifung im Jahre 1938 mit seinem Leben dafür bezahlen musste. Auch Hans Tuppys mathematisch hoch begabter älterer Bruder überlebte die Kriegsjahre nicht. Trotz dieser erschütternden Schicksalsschläge ist es Hans Tuppy gelungen, ein optimistischer und erfolgreicher Mensch zu werden. Nach Schottengymnasium und Matura im Jahre 1942 wurde er im Arbeitsdienst schwer verletzt. Dann aber als es ihm zusehends besser ging wurde er – Gott sei Dank – von einem wohlwollenden Militärarzt als nicht kriegsverwendungsfähig erklärt. Was für ein schönes Wort! Dieser Arzt fragte Tuppy ob er der Sohn des Staatsanawalt Tuppys sei und als Hans Tuppy dies bejahte, schrieb er ihn als nicht kriegsverwendungsfähig. Manchmal braucht man auch etwas Glück im Leben.

Als 24-Jähriger promovierte Tuppy in Chemie zum Dr. phil. bei Ernst Späth, der Professor am 2. Chemischen Institut der Universität Wien war und ihn sehr gefördert hat. (Nur nebenbei: Ernst Späth wurde 1945 Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften).

Nach Cambridge und Kopenhagen…

Als 25-Jähriger schafft es Hans Tuppy mit Hilfe von Friedrich Wessely, dem Nachfolger Ernst Späths in Wien, und von Max Perutz, im Jahr 1949 für ein Jahr nach Cambridge in England zu gehen. Dort gelingt es Tuppy im Labor des späteren Nobelpreisträgers Fred Sanger, in einem einzigen Jahr die Sequenz der B Kette des Insulins zu erstellen. Fred Sanger hatte an der A Kette gearbeitet (Abbildung 1). Die A Kette besteht aus 21 Aminosäuren und die B Kette aus 30 Aminosäuren. Das muss man sich wie eine Perlenkette vorstellen in der nicht nur weiße Perlen aneinander gereiht sind sondern bunte Perlen (in 20 verschiedenen Farben – den 20 verschiedenen Aminosäuren).

Aminosäuresequenz des (Rinder)InsulinAbbildung 1. Links: Die Aminosäuresequenz des (Rinder)Insulin. Hans Tuppy hat die B-Kette sequenziert[4] (modifiziert nach: “Introduction to Chemistry: General, Organic, and Biological,18, Amino Acids, Proteins, and Enzymes”, cc licensed). Rechts: Aus der Nobelpreisrede von Fred Sanger (PDF Download)

Das Insulin ist das einzige Hormon, das die Blutzuckerkonzentration senken kann, und es wird heute tonnenweise in Bakterien oder Hefezellen für Diabetiker auf der ganzen Welt synthetisiert. Dies war eine ganz hervorragende Arbeit – und wäre Hans Tuppy weiter in England geblieben, wer weiß wie Tuppys weiterer Lebensweg ausgeschaut hätte!

Nach nur einem Jahr in Cambridge ging Hans Tuppy nach Kopenhagen in das Karlsberg Laboratorium, um auf ganz anderen Gebieten zu arbeiten. Und dieser Schritt war für Tuppy offensichtlich sehr wichtig und zeigt schon die ganze Breite in Bezug auf sein wissenschaftliches Arbeiten im Allgemeinen. Also sich nicht nur auf ein Gebiet allein zu konzentrieren, sondern sich mit den verschiedensten Fächern und Themen auseinanderzusetzen ist Hans Tuppys Stärke. In Dänemark wurde Tuppy erstmals mit Hefeforschung und Mitochondrien, den Energiefabriken der Zellen, bekannt.

…und wieder zurück in Wien

Als 32-Jähriger hat sich Hans Tuppy 1956 habilitiert und – ungewöhnlich für die damalige Zeit – nicht mit einem Thema, sondern mit verschiedenen Arbeiten. Tuppy publizierte die Sequenz des Oxytocins, eines Hormons, das eine ganz wichtige Bedeutung beim Geburtsprozess hat und ein wichtiges Medikament bei der klinischen Geburtshilfe ist. Tuppy arbeitete mit seinem ersten Dissertanten Gerhard Bodo über die Struktur des Cytochrom C, das wir alle für das Atmen brauchen. Diese Arbeiten an Cytochrom C waren richtungweisend. Tuppy mit Günther Kreil (auch ein Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften) und mit Erhard Wintersberger klärten die Sequenz von Cytochrom C in den verschiedensten Spezies auf. So konnte Tuppy mit seinen Mitarbeitern und zusammen mit seinen amerikanischen Kollegen Fitch und Margoliash das erste Mal Evolutions-Stammbäume beschreiben, die auf Proteinsequenzen beruhten. Und der Begriff einer „Molekularen Uhr“, a molecular clock, entstand zu diesem Zeitpunkt. Tuppy hatte auch schon damals an Evolution geglaubt. Und Hans Tuppy arbeitete in seinem Labor auch mit Hefe und mit Mitochondrien. Diese Breite der Themen ist sehr beeindruckend an Tuppys wissenschaftlichen Arbeiten (Abbildung 2). Tuppy war immer – und ist auch heute – ein Generalist!

Tuppy der GeneralistAbbildung 2. Tuppy war immer ein Generalist – hier eine unvollständige Kollektion seiner vielfältigen Themen.

Als 34-Jähriger wird Tuppy zum außerordentlichen Professor für Biochemie an der Universität Wien bestellt und wird als 39-Jähriger Ordinarius am Institut für Biochemie an der Medizinischen Fakultät der Universität Wien. Was vielleicht nur wenige wissen, Tuppy hatte damals auch schon vier Semester Medizin studiert, gab es aber auf, als er zum Professor ernannt wurde. Student und Professor zur gleichen Zeit – talk about conflicts of interest!

Tuppy war damals berühmt wie kein anderer Professor mit dem neuen Fach „Molekulare Biologie/Biochemie“ und so bin auch ich zu ihm gepilgert am Ende meines fünften Chemie Semesters, um ihn als Dissertationsvater zu bekommen. Ich hatte gehofft, dass das kein Problem sein würde, da ich der schnellste in meinem Chemie Jahrgang war. Insgeheim war ich aber doch besorgt, dass Tuppy mich nicht nehmen würde, weil es andere Chemiestudenten – einige Jahre zuvor – gab, die noch schneller als ich waren. Ich fürchtete dass Prof. Tuppy das sehr wohl wusste. Der Name eines dieser Chemie Studenten klingt so ähnlich wie Peter Schuster. Professor Tuppy war jedoch freundlich – im Englischen würde man „gracious“ sagen – er erwähnte Peter Schuster, Gott sei gedankt, nicht und akzeptierte mich gleich in sein Labor. Ich trage es Peter Schuster, unserem früheren Präsidenten der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, bis heute noch nach, dass er im Studium schneller war als ich.

Mein eigenes Dissertationsthema war wieder ein neues Arbeitsgebiet, das Tuppy initiiert hatte. Es hatte mit Neuraminsäuren zu tun, die Bestandteile jeder Zelle sind und vor allem auf der Oberfläche von Zellen anzutreffen sind. Tuppy hatte dieses Gebiet mit Peter Meindl von Böhringer Ingelheim entwickelt – und das zeigt wieder, wie visionär Tuppy damals war. Neuraminsäure-Derivate mit antiviraler Aktivität sind heute FDA-zugelassene Medikamente, die gegen saisonale und pandemische Influenza höchst wirksam sind. Und noch ein Wort in eigener Sache. Meine eigene Karriere am Mount Sinai in New York baut direkt auf dem Arbeitsgebiet auf, das Hans Tuppy vor vielen Jahrzehnten einem jungen Dissertanten gegeben hatte.

Tuppy ist mir damals wie heute ein Vorbild für wissenschaftliche Qualität, großes wissenschaftliches Talent, persönlichen Einsatz, Engagement und Optimismus für das Gute in der Wissenschaft. Tuppy ist eine unglaubliche wissenschaftliche Begabung, die ich sonst nie mehr in meinem Leben das Privileg hatte anzutreffen. Prof. Tuppy war immer fair, offen und tolerant im Umgang mit seinen Kollegen und Studenten. Obwohl wir alle seine religiöse Überzeugung kannten, hatten wir im Labor – auch die jugendlichen Heiden oder Agnostiker – immer das Gefühl, dass wir Hans Tuppys Achtung und Verständnis hatten. Tuppy schaffte in seinem Labor ein wunderbares Klima. Ich habe in all den Jahren, die ich bei ihm war, ihn nie im Laboratorium über Politik oder Religion diskutieren gehört. Es herrschte im Labor strikt ein Klima, das die wissenschaftliche Arbeit zum Zentrum hatte. Wir hatten nur Angst vor einem – und das war Tuppys Gedächtnis. Tuppy konnte sich nach Monaten noch besser an Experimente erinnern als wir, die sie selbst ausführten. In der Wissenschaft muss man oft die einzelnen Teile/Experimente zu einem großen Puzzle Bild zusammensetzen. Und darin war Tuppy ein Meister.

Hans Tuppy war immer ein harter Arbeiter – ein Job von 9 bis 17 Uhr war nicht das, was Hans Tuppy uns vorlebte. Viele Abende sahen wir Licht in seinem Büro – und auch seine Freunde wussten, wo er zu finden war.

Besuch eines Fotofilmhändlers?

Ich erinnere mich an einen späten Abend im Institut in der Wasagasse. Es läutete und ein schmächtiger Herr fragte, ob er Prof. Tuppy sprechen könnte und nannte auch seinen Namen, der so ähnlich wie Perutz klang. Die Älteren unter Ihnen werden sich vielleicht noch an den Markennamen „Perutz“ für Fotofilme erinnern. Ich ging also in Tuppys Büro und habe vielleicht eher unwirsch gesagt, dass da schon wieder jemand vom Film draußen ist. Professor Tuppy war wahrscheinlich – sicher sogar! – etwas geschwinder in seinen gedanklichen Assoziationen als ich, sprang auf, lief um mich herum und begrüßte auf das freundlichste seinen Freund, den Nobelpreisträger Max Perutz, der dem Bohrgasse Laboratorium hier in Wien seinen Namen gegeben hat. Ich muss meine damalige Naivität eingestehen, aber ich hatte keine Idee wer Max Perutz war!

Diese Geschichte von Max Perutz ist nur zur Illustration, dass Tuppys Institut wirklich im Zentrum einer neuen jungen Wissenschaftsrichtung war. Wir hatten Besucher aus dem angelsächsischen Raum, die bei Tuppy ein Sabbatical machten und wir hatten eine Reihe von Assistenten und Post-Doktoranden, die später erfolgreiche wissenschaftliche Karrieren machten. Mehr als ein Dutzend Mitarbeiter von Hans Tuppy haben sich habilitiert und einige sind auch Mitglieder der Österreichischen Akademie der Wissenschaften geworden.

Wissenschaftliche Nachkommenschaft

Lassen Sie mich Gottfried Schatz erwähnen, der von Wien über Cornell in den USA an das Biozentrum in Basel ging und den wissenschaftlichen Anstoß, ein großer Mitochondrienforscher zu werden, von Tuppy bekommen hatte. Schatz war auch lange Jahre Präsident des Schweizerischen Wissenschafts- und Technologierats. Vielleicht auch das eine Tuppy Inspiration!

Manfred Karobath, ein Mediziner, der Biochemie in Tuppys Labor lernte, stieg zum Forschungsleiter von Rhone Poulenc Rorer (RPR) auf. RPR ist jetzt Teil des weltweit drittgrößten Pharmakonzerns Sanofi-Aventis. Und Österreichs Wissenschaft und Pharmaindustrie hat durch Schüler Tuppys große Impulse bekommen.

Ich muss hier Günther Kreil vom Salzburger Institut für Molekulare Biologie nennen, Erhard Wintersberger, der lange Jahre als Chef der Wiener Medizinischen Biochemie lehrte, Gregor Högenauer, der Biochemie Ordinarius in Graz war, und Peter Swetly, der nicht nur eine Führungsrolle bei Böhringer Ingelheim inne hatte, sondern auch den Sprung zurück in die akademische Welt wagte und unter anderem als erfolgreicher Vizerektor für Forschung an der Veterinärmedizinischen Universität in Wien arbeitete.

Von den jüngeren Schülern und Schülern von Schülern möchte ich auch Andrea Barta nennen, die auf RNA-Protein Komplexen arbeitet, also wie es der Zelle gelingt von RNA zu Proteinen zu kommen. Andrea hat ihre Mitgliedschaft in der Akademie der Wissenschaften auch dazu genutzt molekularbiologische Forschung für die breitere Öffentlichkeit leicht verständlich und erlebbar zu machen.

An ihren Taten sollt ihr sie erkennen!

Tuppy hat nicht nur viele von uns Schülern auf den richtigen Lebensweg geführt und für die Zukunft beflügelt, sondern er hatte auch großen Einfluss durch sein persönliches Engagement. Tuppy hat Generationen von Medizinern moderne medizinische Molekularbiochemie beigebracht und dann mit gewaltigem persönlichem Einsatz auch geprüft.

Er hat als Präsident des Fonds zur Förderung der Wissenschaftlichen Forschung vielleicht den nachhaltigsten Einfluss auf Österreichs Forschungslandschaft gehabt. Er hat internationale Spielregeln eingeführt, die Österreich einen Platz in der internationalen Wissenschaftsgemeinschaft gesichert haben. Tuppys Nachfolger Kurt Komarek, Helmut Rauch, Arnold Schmidt, Georg Wick, Christoph Kratky und Pascale Ehrenfreund haben dieses System des Peer Review weiter gefestigt und zu einem unumstößlichen Bestandteil der Begutachtung aller Projektanträge durch ausschließlich im Ausland tätige Wissenschaftler gemacht.

Tuppys Dienst an Österreichs Wissenschaft hat mit der Präsidentschaft des FWF nicht geendet. Er war Dekan, er war Rektor der Universität Wien und wurde vor fast 30 Jahren auch zum Präsidenten dieser Akademie gewählt. Mit Tuppy ist wieder eine Gelehrtenkapazität an die Spitze der Akademie gekommen und auch seine Nachfolger Welzig, Mang, Schuster, Denk und Zeilinger sind solche Gelehrte besonderer Statur. Schuster und Zeilinger sind auch Mitglieder der National Academy of Sciences der Vereinigten Staaten und Mang ist Mitglied der National Academy of Engineering der Vereinigten Staaten – das wird man nicht so leicht von Österreich aus!

Tuppy war also Dekan, Rektor, Präsident des FWF und Präsident der Akademie der Wissenschaften. Sind jede diese einzelnen forschungspolitischen Funktionen schon ein Lebenswerk für sich, Tuppy hat sich nicht ausgeruht. Als „Zoon Politikon“ hat er auch die höchste politische Wissenschaftsposition im Lande inne gehabt, er war Bundesminister von 1987 bis 1989. Auch in dieser Stellung ist Tuppy seinen Idealen treu geblieben. Er war unter anderem dafür verantwortlich, dass auch in anderen Sprachen an der Universität gelehrt werden darf. Diese Internationalisierung, gefördert durch Tuppy, hat zum Erfolg der österreichischen Wissenschaft wesentlich beigetragen. Solche Initiativen, gepaart mit der Gründung des Vienna Biocenters und eine positive Einstellung zur pharmazeutischen Industrie, haben Österreich wieder zu einem intellektuellen, wissenschaftlichen und industriellen Zentrum in Europa gemacht. Besonders hervorzuheben wäre auch, dass er sogar in dieser Phase der übervollen Terminkalender immer Zeit gefunden hat, den Wünschen oder Sorgen seiner Professorenkollegen zuzuhören und sich um entsprechende Lösungen zu bemühen.

Ausblick

Hans Tuppy ist 90 Jahre jung, bei meinem letzten Besuch am 22. Juli bei einem Heurigen – wie könnte es auch anders sein in Wien?!– hat Hans Tuppy von der Zukunft gesprochen und welch große Möglichkeiten vor allem in der biologischen / medizinischen Forschung vor uns liegen. Hans Tuppy hat Österreichs Wissenschaft maßgeblich und höchst positiv beeinflusst und er hat es immer verstanden, in die Zukunft zu blicken. Heute blüht Epigenetik, CRISPR Technologie oder Haploid Zellforschung in Österreich mit jungen Wissenschaftlern, die als wissenschaftliche Enkelkinder oder wissenschaftliche Urenkel Hans Tuppys bezeichnet werden können. Lassen Sie mich Josef Penninger, Emmanuelle Charpentier und Anton Wutz nennen, die wichtige Impulse von Österreich bekommen haben.

Wir verdanken dies einem Mann, der nicht aufgehört hat, Träume in die Wirklichkeit umzusetzen und der ein Leben für die Wissenschaft gelebt hat und lebt.

Sehr geehrter Herr Professor, wir wünschen Ihnen und Frau Mag. Erika Tuppy, die mit großer Energie und intelligenter Zuversicht ihrem Mann stets frohgemut zur Seite steht, eine harmonische und weiterhin aktive und gesunde Zukunft! Alles Gute – und ad multos annos!


Auch ScienceBlog.at schließt sich der Schar der Gratulanten (Abbildung 3) an!!

Geburtstagsfeier in der ÖAWAbbildung 3. Gratulanten bei der Geburtstagsfeier in der ÖAW (Rudolf Burger, dahinter Norbert Rozsenich, Hans Lassmann, Erika Tuppy)


[1] Klaus Taschwer, DER STANDARD, 9.7.2014 http://derstandard.at/2000002850615/Hans-Tuppy-zieht-Bilanz-Immer-etwas-...

[2] http://www.oeaw.ac.at/oesterreichische-akademie-der-wissenschaften/news/...

[3] APA/red, derStandard.at, 23.09.2014 http://derstandard.at/2000005916692/Republik-ehrt-Hans-Tuppy-mit-Ehrenze...

[4] F.Sanger, H. Tuppy “The amino-acid sequence in the phenylalanyl chain of insulin. 1. The identification of lower peptides from partial hydrolysates” Biochem J. Sep 1951; 49(4): 463–481.


Redaktionelle Bemerkung

ScienceBlog.at ist stolz, eine Reihe von Tuppys Schülern - Günther Kreil, Peter Palese, Gottfried Schatz, Peter Swetly – und von Tuppys Nachfolgern in verschiedenen Funktionen - Helmut Denk, Pascale Ehrenfreund, Heinz Engl, Christoph Kratky, Herbert Mang, Helmut Rauch, Peter Schuster, Georg Wick - zu seinen Autoren zählen zu dürfen!



Kommentare

Ein sehr schöner Artikel!

Es ist gut mehr über österreichische Wissenschaftler zu erfahren, vor allem, wenn sie so ein spannendes und erfolgreiches curriculum aufweisen können, wie Professor Tuppy!

Man kann ihm nur wünschen: Weiter so und das in voller Frische!

Danke, Herr Tuppy, für Ihre

Danke, Herr Tuppy, für Ihre Unterstützung bei meiner Doktorarbeit, auch wenn es schon eine Ewigkeit her ist.
Es ist mir Ehre und Bedürfnis, hier meine ganz persönliche Laudatio auszusprechen Smile

Zuletzt durfte ich Sie bei der Eröffnungsfeier der Firma igeneon treffen, die es schon länger nicht mehr gibt. Auch mein direkter Doktorvater, Ernst Küchler, weilt leider schon lange nicht mehr unter uns. Ihre Weltoffenheit, Ihre Toleranz -- zum Beispiel Ihre totale Akzeptanz einiger Linker im Team, die von jedem Katholiken und Mitglied des vatikanischen Beirats nicht unbedingt zu erwarten ist, habe ich immer bewundert.

Zumindest damals, in den 1980ern, waren wir ja beide rasante Fahrer. Nicht nur einmal sind wir -- Sie mit ihrem rostigen weißen Audi, ich mit meinem alten orangen Käfer in der Durchfahrt zum Institutsparkplatz -- damals noch im Palais Wächter auf Währingerstraße 17 -- vor der Portiersloge nur knapp nicht frontal zusammengefahren. Das fand ich irgendwie sympathisch und charmant. Naja, ist ja schon 30 Jahre her.

Schön war auch Ihre Ausgelassenheit bei diversen Institutsfeiern. Als einmal, noch vor meiner Zeit, eine Abteilungsfeier mit einer Unmenge zerbrochener und nicht weggeräumter Laborglasmaterialien endete, war die einzige Konsequenz, dass die Beteiligten das Glas ersetzen mussten. Der Vorfall wurde nie wieder erwähnt. Sehr gefreut habe ich mich auch, dass Sie trotz Akademie-Terminen zu meiner Promotionsfeier gekommen und auch über eine Stunde geblieben sind.

Und gerne erinnere ich mich an das Rigorosum bei Ihnen -- ganz im Gegensatz zu den anderen Prüfern, auch wenn ich dort die gleiche Beurteilung bekam. 12 präzise Fragen, die mit einem einzigen Satz zu beantworten waren, und nach 20 Minuten waren wir fertig. Effizient wie immer.

Sie waren mir Lehrer und Vorbild und ich bin Ihnen dankbar dafür. Meine beste Erinnerung an mein Studium.

Ich wünsche Ihnen alles Gute zum 90er und noch viele Jahre Aktivität in gewohnter Agilität.

Danke für Alles!
Peter Gründler

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